Klare Kommunikation in entscheidenden Momenten
Krisen Public Relations (Krisen PR)
KOMMUNIKATION UNTER DRUCK
Wer Deine Geschichte erzählt, wenn Du es nicht tust
KOMMUNIKATION
Nicht antworten ist auch eine Antwort
REFLEXE
Typische Fehler vermeiden
ZUSAMMENARBEIT
Mit Redaktionen richtig arbeiten
NACHHALTIGE WIRKUNG
Warum das für Dein Unternehmen relevant ist

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STRATEGISCHES VORGEHEN
Nicht jede Krise braucht dieselbe Antwort

STRATEGISCHES VORGEHEN
Was Krisen-PR konkret leistet.
Lageanalyse
Statement & Substanz
Ehrlich statt glattgeschliffen
Kanalstrategie
Reaktionsgeschwindigkeit
Reputationsarbeit danach
Warum BrandSimpli
BrandSimpli - Warum wir?
Wir wissen, welche Formulierung in einem Statement trägt und welche sich gegen ihren Absender wendet.
Krisen-PR, die nach der Pressearbeit aufhört, löst heute nur noch die Hälfte des Problems.
HÄUFIGE FRAGEN
Fragen zur Krisen Public Relations (Krisen PR)
Was versteht man unter Krisenkommunikation?
Krisenkommunikation ist die durchdachte Kommunikation eines Unternehmens in Ausnahmesituationen: ob Du Dich äußerst, wann, in welchem Ton und über welche Kanäle. Sie beginnt oft schon vor dem eigentlichen Vorfall, mit klaren Leitlinien für den Ernstfall, und reicht bis in die Nachsorge, wenn Suchergebnisse und Bewertungen die Krise noch lange sichtbar halten.
Meist entscheidet weniger der Vorfall selbst über den Schaden als der Umgang damit. Diesen Umgang entsprechen professionell zu gestalten, ist der Kern der Arbeit. Krisenkommunikation umfasst alle Maßnahmen, die Unternehmen dabei helfen, in kritischen Situationen klar, transparent und handlungsfähig zu kommunizieren. Ziel ist es, Vertrauen zu erhalten und Reputationsschäden zu minimieren.
Wann sollte man sich mit Krisenkommunikation beschäftigen?
Am besten, bevor die Situation mediale Aufmerksamkeit generiert. Unternehmen, die vorab wissen, wer entscheidet, wer spricht und über welche Kanäle kommuniziert wird, reagieren im Ernstfall spürbar schneller und souveräner.
Das heißt aber nicht, dass es zu spät ist, wenn die Krise schon da ist. In der akuten Phase zählt jede Stunde zählt. Wer wartet, bis der erste Presseanruf kommt, verschenkt oft wertvolle Zeit.
Warum gelten in der Krisensituation andere Kommunikationsregeln?
Viele Unternehmer erleben ihre erste Presseanfrage in einer kritischen Situation als Schock. Da meldet sich ein Journalist, stellt unbequeme Fragen, setzt eine Frist von wenigen Stunden und macht deutlich, dass der Artikel auch ohne Antwort erscheinen wird. Was in diesem Moment geschieht, prägt die Berichterstattung oft mehr als der eigentliche Vorfall.
Schweigen ist dabei die trügerischste Option: Wer gar nicht antwortet, überlässt die Geschichte vollständig der Gegenseite, und der Satz „Das Unternehmen wollte sich auf Anfrage nicht äußern” liest sich für jeden Leser wie ein Schuldeingeständnis. Die entgegengesetzte Reaktion birgt ein anderes Risiko: Wer unüberlegt antwortet, liefert womöglich Zitate, die aus dem Zusammenhang gerissen die Schlagzeile von morgen werden.
Zwei weitere Reflexe verschärfen die Lage fast immer. Mit Anwälten zu drohen macht die Geschichte für die Redaktion erst richtig interessant. Und der Versuch, einen Artikel mit Druck zu verhindern, sorgt nicht selten dafür, dass aus einem Bericht eine Serie wird.
Redaktionen arbeiten nach eigenen Regeln, unter Zeitdruck und im Wettbewerb um Aufmerksamkeit. Das ist keine Böswilligkeit, sondern der Alltag des Journalismus. Aber wer diese Regeln nicht kennt, macht in der Krise fast zwangsläufig Fehler. Krisen-PR bedeutet, diese Mechanismen zu verstehen und für Dein Unternehmen zu nutzen: die Anfrage ernst nehmen, die Frist einhalten, sauber und belegbar antworten, Ansprechbarkeit signalisieren und der Redaktion die Arbeit mit Deiner Sichtweise so leicht wie möglich machen. Journalisten sind keine Gegner. Sie sind Profis, die mit Profis besser arbeiten können als mit Betroffenen im Ausnahmezustand.
Wie schnell sollte auf Kritik oder öffentliche Vorwürfe reagiert werden?
Das kommt auf die Lage an, hier ist die Einschätzung ist der schwierigste Teil. Manche Empörungswelle verebbt von selbst, wenn man ihr keine neue Nahrung gibt – in dem Fall ist Abwarten die richtige Strategie. Bei einer echten Presseanfrage dagegen setzen Redaktionen meist Fristen von wenigen Stunden, und Schweigen wirkt hier fast immer wie ein Schuldeingeständnis.
Entscheidend ist deshalb nicht “immer sofort”, sondern eine schnelle, nüchterne Analyse, aus der sich die richtige Reaktionsgeschwindigkeit ableitet.Das hängt von der Situation ab. Grundsätzlich erwarten Stakeholder zeitnahe Kommunikation. Schnelligkeit ist wichtig, sollte jedoch niemals auf Kosten von Genauigkeit und Glaubwürdigkeit gehen.
Welche Rolle spielen soziale Medien in Krisensituationen?
Soziale Medien sind heute meist der Ort, an dem Krisen überhaupt erst entstehen und eskalieren. Auf Plattformen wie YouTube, LinkedIn, Instagram oder TikTok kann sich Empörung innerhalb weniger Stunden verselbstständigen, und ein einzelner unzufriedener Kunde erreicht potenziell tausende Menschen.
Typische Reflexe wie das Löschen kritischer Kommentare oder ein emotionales Statement aus dem Bauch heraus verschärfen die Lage dabei meist eher, statt sie zu beruhigen. Wer die Mechanik dieser Plattformen kennt, kann dagegen gezielt gegensteuern, statt die Kontrolle zu verlieren.
Soziale Medien können Informationen innerhalb kürzester Zeit verbreiten. Deshalb gehören digitale Kanäle heute zu den wichtigsten Bestandteilen einer professionellen Krisenkommunikation.
Kann professionelle Kommunikation Reputationsschäden verhindern?
Ganz verhindern lässt sich ein Schaden selten, das würde niemand seriös versprechen. Was professionelle Kommunikation aber leisten kann, ist den Schaden deutlich zu begrenzen und die Dauer, in der er sichtbar bleibt, spürbar zu verkürzen. Eine gut gemanagte Krise verblasst erfahrungsgemäß schneller und kann einem Unternehmen sogar Respekt einbringen, während eine unprofessionell und emotional gemanagte Krise noch Jahre später in Suchergebnissen auftaucht.
Der Unterschied liegt selten im Vorfall selbst, sondern fast immer im Umgang damit.
Unterstützt Ihr auch bei laufenden Krisensituationen?
Ja, ausdrücklich auch dann. Zwar ist Vorbereitung die halbe Krise, aber die andere Hälfte lässt sich genauso gut begleiten, wenn die Krise schon läuft. Gerade in dieser Phase zählt jede Stunde, und ein Partner mit kühlem Kopf hilft, wenn der eigene gerade verständlicherweise raucht.
Wer sich meldet, muss dabei nicht erst lange erklären, was passiert ist – die Lageeinschätzung beginnt sofort objektiv, souverän und professionell. Die durch uns erarbeitete Strategie wird im Ergebnis nicht nur nach außen getragen, sondern setzt direkt in Eurem Unternehmen an. Wir briefen und schulen intern und vermitteln die Grundpfeiler des professionellen Umgangs mit einer Krisensituation.
Was unterscheidet Krisenkommunikation von klassischer PR?
Klassische PR arbeitet meist planbar, mit Vorlauf und ohne den Zeitdruck einer Redaktion, die in wenigen Stunden eine Antwort verlangt.
Krisenkommunikation dagegen verlangt Erfahrung mit digitalen Eskalationsdynamiken: einschätzen, ob eine Aufregung überhaupt zur Krise wird, unter Zeitdruck ein belastbares Statement formulieren und dabei rechtlich nichts vorschnell zugeben.
Hinzu kommt eine zweite Dimension, die klassische PR-Agenturen selten abdecken: die Wirkung auf Suchergebnisse und mittlerweile auch auf KI-Systeme, die aus Berichterstattung ihre Antworten ziehen. Krisen-PR, die nach der reinen Pressearbeit aufhört, löst deshalb oft nur die Hälfte des eigentlichen Problems.
Für welche Unternehmen ist digitale PR und Krisenkommunikation sinnvoll?
Längst nicht mehr nur für Konzerne. Die Medienlandschaft hat sich verändert: Fachportale, Regionalmedien, Blogs, reichweitenstarke LinkedIn-Beiträge oder YouTube-Recherchen können heute die Wirkung eines klassischen Presseartikels entfalten, und die Schwelle zur öffentlichen Krise ist so niedrig wie nie.
Dadurch sind oft ganze Existenzen gefährdet.
Besonders für B2B-Unternehmen ist das relevant, weil Kunden, Banken und Bewerber vor jeder Entscheidung recherchieren und eine unkommentierte negative Schlagzeile in jeder Due-Diligence-Prüfung auftaucht. Im Grunde profitiert jedes Unternehmen davon, das öffentlich sichtbar ist – und das trifft heute schließlich auf die meisten zu.
Warum eine professionelle Agentur die cleverere Lösung ist
Der häufigste und teuerste Fehler in der Krisen-PR passiert ganz am Anfang: die vorschnelle Antwort auf die erste Anfrage, das emotionale Statement, der unbedachte Anruf bei der Redaktion. Vieles davon lässt sich später kaum korrigieren. Deshalb unser Rat, ganz unabhängig davon, ob Du mit uns arbeitest:
Reagiere in einer kritischen Lage nicht aus dem Bauch heraus. Hol Dir eine zweite, erfahrene Perspektive, bevor Du Dich äußerst.
Wenn Du diese Perspektive von uns möchtest, melde Dich. Wir schauen uns Deine Situation an, sagen Dir offen, wie wir sie einschätzen, und entscheiden dann gemeinsam, ob und wie wir Dich unterstützen. Und wenn gerade keine Krise in Sicht ist: umso besser. Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich kennenzulernen, damit im Ernstfall keine Zeit mit Erklärungen verloren geht. Wichtig: Wir ersetzen dabei nicht deinen Medienanwalt. Den brauchst du in solchen Fällen häufig, denn dieser schätzt die Situation rechtlich ein und prüft Statements vor Veröffentlichung juristisch. Bitte beachte, dass wir generell keine Rechtsdienstleistungen erbringen.
